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Hilfe mein Kind nervt!
Meinungsverschiedenheiten über Schule, Hausordnung und Freunde stören den familiären Frieden. Doch gerade jetzt ist es wichtig, trotz unterschiedlicher Standpunkte und Bedürfnisse respektvoll miteinander umzugehen und Konflikte auch als Chance zu positiver Veränderung zu nutzen.
Konflikte entstehen, wenn unterschiedliche Wünsche, Bedürfnisse, Vorstellungen und Ziele von Kindern oder Erwachsenen aufeinander treffen und sich im Streit entladen. Konflikte finden in jeder sozialen Beziehung statt und sind wichtige Komponenten zur Identitätsfindung. Für Eltern ist diese Zeit sehr belastend, da sie stets aufgefordert werden, ihre eigenen Vorstellungen, Anordnungen und Standpunkte zu überdenken und zu rechtfertigen. Dieses Austragen der Konflikte hat jedoch eine wichtige entwicklungspsychologische Funktion für Kinder und Jugendliche und ist für die Entwicklung der eigenen Identität nicht zu unterschätzen.


Wie reden wir miteinander?
Wie streiten wir miteinander?
Welche Einflussfaktoren gibt es auf den elterlichen Erziehungsstil?
Das elterliche Erziehungsverhalten und der Erziehungsstil unterliegen vielen Einflüssen. Die Einflussfaktoren auf das Elternverhalten und deren Erziehungsstil sind unter anderem die Persönlichkeit der Eltern, das soziale Netzwerk, die Partnerbeziehung, die Arbeitssituation und die Kindermerkmale selber. All diese Einflüsse können nicht unabhängig voneinander betrachtet werden. Sie wirken auf komplexe Weise zusammen und können so die Erziehungskompetenz der Eltern schmälern. Auf Seiten des Kindes hat man zum Beispiel die Temperamentsmerkmale und das Geschlecht als wichtige Faktoren erkannt. Hat ein Kind nun ein schwieriges Temperament, so reagieren viele Eltern mit strafendem, abweisendem Verhalten. Das Kind fühlt sich unverstanden, nicht akzeptiert und verhält sich verschlossen und aggressiv. Es entsteht oft ein„Teufelskreis“ der Eltern-Kind- Interaktion, was den Alltag sehr belasten kann.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. (Albert Einstein)